Inhaltsangabe
Elvis und der falsche Hase
Die 1960er Jahre. Irgendwo auf dem Land. Ein Dorf, in dem jeder jeden kennt, jeder über jeden Bescheid weiß und trotzdem niemand jemals Schuld ist, wenn ein Gerücht die Runde macht.
Im Mittelpunkt des Dorflebens steht das Wirtshaus „Zum falschen Hasen“. Hier wird gefeiert, gestritten, getratscht und diskutiert. Eigentlich ist jeder Tag wie der andere. Doch dann trifft ein Telegramm ein.
Und plötzlich steht eine Behauptung im Raum, die alles verändert:
Elvis Presley soll ins Dorf kommen.
Ob die Nachricht stimmt? Das weiß niemand so genau.
Aber das hält natürlich niemanden davon ab, sofort in Aktion zu treten.
Innerhalb kürzester Zeit herrscht Ausnahmezustand. Das Wirtshaus wird herausgeputzt, als stünde ein Staatsbesuch bevor. Die Damen des Dorfes planen bereits den perfekten Empfang, während die Herren versuchen, möglichst gelassen zu wirken – und dabei kläglich scheitern. Jeder möchte vorbereitet sein, falls der King of Rock’n’Roll tatsächlich vor der Tür steht.
Denn wenn Elvis kommt, soll schließlich alles perfekt sein.
Während sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet, wächst aus einem kleinen Gerücht eine Sensation. Plötzlich weiß jeder etwas, das er eigentlich gar nicht wissen kann. Aus Vermutungen werden Tatsachen, aus Tatsachen werden Geschichten und aus Geschichten werden Legenden.
Schon bald beschäftigt sich das gesamte Dorf mit einer einzigen Frage:
Was passiert, wenn Elvis wirklich kommt?
Doch als wäre das alles nicht schon chaotisch genug, tauchen auch noch zwei amerikanische Military Police Officers auf. Eine Hollywood-Verwandte sorgt für zusätzliche Aufregung, alte Rivalitäten brechen wieder auf und so mancher Dorfbewohner entdeckt ungeahnte Talente, sobald die Aussicht auf Ruhm und Aufmerksamkeit am Horizont erscheint.
Währenddessen versucht die Wirtstochter Käthe, den Überblick zu behalten. Die Bedienung Gisela wickelt halb Amerika um den Finger, die Postbotin Paula verbreitet Neuigkeiten schneller als jedes Radio und Graf Gox verfolgt wie immer Pläne, bei denen niemand so genau weiß, ob sie genial oder vollkommen verrückt sind.
Vielleicht sogar beides.
Je näher der große Tag rückt, desto größer werden die Erwartungen. Das Dorf steigert sich immer weiter in seine Vorbereitungen hinein und längst geht es nicht mehr nur um Elvis. Es geht um Träume, Hoffnungen, Eitelkeiten und die Gelegenheit, für einen kurzen Moment Teil von etwas ganz Besonderem zu sein.
Doch Gerüchte haben die unangenehme Eigenschaft, sich selten an die Wahrheit zu halten.
„Elvis und der falsche Hase“ ist eine turbulente Dorfkomödie voller liebenswerter Originale, schräger Einfälle und herrlicher Missverständnisse. Mit viel Humor, Rock’n’Roll und einem Augenzwinkern erzählt das Stück von Menschen, die sich von einer einzigen Nachricht mitreißen lassen und dabei ein Chaos verursachen, das immer größer wird.
Eine Geschichte über große Träume in einem kleinen Dorf, über die Magie guter Gerüchte und über die Frage, ob man wirklich einen Weltstar braucht, um einen unvergesslichen Abend zu erleben.
Und wer weiß?
Vielleicht ist am Ende gar nicht die wichtigste Frage, ob Elvis tatsächlich kommt.
Sondern warum plötzlich alle glauben, ohne ihn nicht feiern zu können.